Diese Frage ist schon eher von Bedeutung. War es „Coldplay“, die hoch dotierte Band aus dem Reich des Britpop, die ihre Fans am Samstag zum zweiten Konzert des „Beckumer Sommers“ lockte? Oder war es „Goldplay“, deren Ruf als geniale Coverband sich als der Magnet erweist?

Der Verlauf des Abends zeigte, auch die Antwort auf diese Fragen ist von sekundärer Bedeutung, wenn man noch den Klang der Stimme von Sven Ruppert im Ohr hat. Stark an Chris Martin, den gelegentlich umstrittenen Leadsänger von „Coldplay“ erinnernd, war er das herausragende Ereignis dieses Abends. Sänger, Gitarrist und Pianist, er war der charismatische Führer des Quartetts. Er riss vor allem die Fans von „Coldplay“ mit, forderte sie immer wieder zur rhythmischen Unterstützung heraus, brachte Bewegung in die Bühnenshow, um schließlich am Schluss von der Bühne zu springen: „Wollt ihr mit mir tanzen?“

Britpop hat es in Deutschland etwas schwer. Auch eine Coverband, die auf der Welle einer Spitzenband aus England mitschwimmt, kann davor nicht verschont bleiben. Dass der Abend dennoch für viele in bester Erinnerung bleiben wird, spricht für die Qualität beider Formationen. Bei „Goldplay“ stimmte eben alles. Ihre Versionen klangen authentisch. Ihre Ausstrahlung reichte bis weit hinein in die Menge ihrer Zuhörer. Und nicht zuletzt konnten sie sich bei ihrem Mix aus Rock und Ballade auf einige Ohrwürmer verlassen wie „Clocks“, „Talk“ und vor allem „Viva La Vida“.

Sicher, eine Party war das an diesem Abend auf Beckums Marktplatz nicht. Eher rund zwei Stunden mitreißenden Zuhörens, während derer zumindest die große Zahl von Fans, die zum Konzert gekommen waren, auf ihre Kosten kam. Vor allem, und das soll hier noch einmal hervorgehoben werden, durch die Leistung eines Sven Ruppert. „Do you want to dance with me?“ folgte man am Schluss seiner Aufforderung. Aber da war der Abend leider schon zu Ende.

Altstadtfest ein Hauch von Coldplay

Altstadtfest: "Volles Haus" zwischen Porta und Viehmarkt

JK | 30.06.2013
Am wohl besucherstärksten Tag platzte die Trierer Innenstadt am Samstag ab dem Abend aus allen Nähten. Vor allem die Coldplay Cover-Band "Goldplay" brachte internationales Arena-Feeling an die Mosel.
 
Erneut wurde auf allen großen innerstädtischen Plätzen in die Saiten gegriffen, in die Tasten gehauen, getanzt und mitgesungen. Der zweite und wahrscheinlich besucherreichste Tag des 33. Trierer Altstadtfestes machte nahtlos dort weiter, wo die Party am vergangenen Abend aufgehört hatte. Zahlreiche Bands unterschiedlichster Genres begeisterten die Besucher, darunter auf dem Domfreihof der stark an Joe Cocker erinnernde Rolf Stahlhofen sowie auf dem Kornmarkt  die deutsche Coldplay Cover-Band "Goldplay". Letztere spielte alle bekannten Hits der britischen Musiker wie "Paradise, "Clocks" oder "The Scientist". Auch Bands aus der Region kamen nicht zur kurz: Die Formation "24th Frame" spielte zwar zahlreiche Cover-Songs, rockte das Publikum aber auch mit eigenen Songs.

aus Wochenspiegel

Schramberg: Superhits nicht nur von Coldplay

Die größten Fans spielen die Hits ihrer Idole selbst. Und dass höchst gekonnt. 
 
Foto: Schmidtke Foto: Schwarzwälder-Bote

Die größten Fans spielen die Hits ihrer Idole selbst. Und dass höchst gekonnt. Foto: SchmidtkeFoto: Schwarzwälder-Bote

(ks). Kunstvoll bemalt waren Klavier und Schlagzeug der Band "Goldplay", die im "Kulturbesen" für fette Hits aus und um die Charts sorgte.

Der leidenschaftliche Sänger überraschte mit erstaunlichen Qualitäten beim Gesangs- und bei der Gitarrenbegleitung, aber auch mit einem attraktiven Body.

Hautnah gab es die unverblümten Songs, die in genussvollen Wogen durch das Lokal fluteten. Die neonfarbenen Armbändchen des tobenden Publikums leuchteten zu den Hits und Balladen der mehrfach preisgekrönten Band "Coldplay", denen unter größtem Körpereinsatz Tribut geleistet wurde.

Heiße Beats in verschärfter Qualität ließen den kompletten Besen tanzen, während die Musiker in die Luft sprangen. Gitarre, Bass und Schlagzeug legten die instrumentale Basis für das Rundumwohlfühlpaket eines genialen Abends. Einmal mehr beschlugen hinter den Kerzen die putzigen Fensterscheiben des Kulturbesens, selbst die Regentropfen im Rhythmus der Songs wie "Clocks", "Us against the world", "Hurts like Heaven" oder "Major Minus". Das Publikum klatschte, bis die Hände glühten und die Augen begeistert leuchteten.

Ahlen rockte durch die Nacht

Zuerst wurde herzhaft gelacht, später kräftig gerockt. Die erste Stadtfest-Nacht endete nach einem Senkrechtstart erst am frühen Morgen.

Von Dierk Hartleb

Mit einem stimmungsvollen Auftakt und fetzigen Rhythmen ist das 28. Ahlener Stadtfest am Freitagabend gestartet. Nach der Eröffnung mit dem traditionellen Fassanstich durch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, begleitet von den exotischen Klängen des „Balafons Orchestra“ aus Frankreich, erregten zunächst die schmucken Mitglieder der niederländischen „Tukkersconnexion“ mit ihrem artistischen Lügenbaron die Aufmerksamkeit des Publikums.

Dass „Fools Garden“ viel mehr als nur ihren berühmten Hit „Lemon Tree“ zu bieten haben, zeigten die vier Pforzheimer, die das begeisterte Publikum nach ihrer anderthalbstündigen Show mit einem gut aufgelegten Peter Freudenthaler als Frontsänger nicht von der Bühne lassen wollte.

Nahtlos ging es dann auf der zweiten Bühne mit „Goldplay“ weiter, die es erst ein wenig ruhiger angehen ließen, um dann im zweiten Teil ihres Konzertes mit den bekannten Songs von „Coldplay“ den Marktplatz zu rocken. Der erst noch coole Leadsänger Sven Ruppert begeisterte die Zuhörer nicht nur mit seiner charismatischen Stimme, sondern auch durch seine Bühnenpräsenz. Er tanzte sich anschließend durch die dicht gedrängten Reihen vor der Bühne.

Als dann weit nach Mitternacht „Crossfader“ aus Hameln die Bühne betrat, war die Partystimmung auf dem Höhepunkt. Mit Thomas Strickstrack und Jasmin Gaida tanzten sich die Ahlener in den frühen, noch etwas kühlen Samstagmorgen, der die Frühaufsteher gleich stadtfestangemessen mit der Sonne begrüßte.

(Mehr am Montag in der „Ahlener Zeitung“.)

Quelle: Westfälische Nachrichten